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Bike Styleguide – Das Chopper Motorrad

Bike Styleguide – Der Chopper

Bisher waren die Bikes entweder schnell oder schmutzig – jetzt lassen wir es ruhiger angehen und reisen bequem durch die Landschaft. Motor starten, aufsitzen, mit dem Wind um die Nase und dem Dröhnen des Chopper Motorrad im Ohr Richtung Sonnenuntergang über eine endlose Autobahn düsen – ist das eure Vorstellung von Motorrad fahren? Dann schaut Euch mal das Angebot an Choppern an, die zur Verfügung stehen. Bequem sitzen und wenig schalten ist hier die Devise.

Harley Davidson Street Bob

Welcher Name fällt einem bei Chopper zuerst ein? Richtig: Harley Davidson. Die Modellvielfalt ist riesig zwischen den Modellreihen Street, Sportster, Softtail und Touring. Wir haben für Euch ein klassisches Modell mit Chopper Genen ausgesucht: Die Street Bob. 86 PS reichen locker zum gemütlichen cruisen, aber 286 kg sind unter Umständen eine Herausforderung. Die kleineren Sportster Modelle stellen die etwas kleinere und leichtere Alternative dar und lassen euch auch wunderbar cruisen und der Sound stimmt sowieso bei allen.

Street Bob

Bild: Harley-Davidson

Indian Scout

Im ersten Artikel habe ich die ältere und weniger bekannte Marke aus den USA schon erwähnt: Indian. Klassisches Aussehen wird auch hier groß geschrieben, wobei er gegenüber Harley teilweise etwas moderner interpretiert wird. Die Scout ist die kleinste Modellreihe – falls klein das richtige Adjektiv bei diesen Motorrädern ist. Sie ist vergleichbar mit der Street Bob von Harley und bringt mit 75 PS nominell etwas weniger Leistung mit, bringt aber auch nur 256 kg auf die Waage. Damit erfüllt sie das Ziel bequem von A nach B zu fahren ebenso bravourös wie die Harley.

Indian Scout

Bild: Indian

Triumph Bonneville Bobber

Die letzte Chopper im Bunde ist die Triumph Bonneville Bobber. 77 PS auf 240 kg machen sie nicht weniger leistungsfähig als die beiden Amerikanerinnen. Mit dem gefederten Einzelsitz und gleich großem Vorder- und Hinterrad entspricht sie der Definition eines Bobbers voll und ganz. Hoch gelobt für ihren starken Motor und ein Fahrwerk welches auch zügiges Kurven fahren ermöglicht ist sie sofort einer der Topseller der Marke Triumph geworden.

chopper

Bild: Triumph

Mit dieser kurzen Übersicht könnt Ihr euch nun entscheiden zu welchem Händler ihr am nächsten Wochenende geht um sein Schmuckstück für die Tour des Sommers abzuholen. Wir werden Euch in diesem Sommer auf jeden Fall noch herrliche Strecken mit schönen Motorrädern präsentieren.

Bike Styleguide – Der Scrambler

Bike Styleguide – Der Scrambler

Nach den schnellen Motorrädern aus dem letzten Styleguide wird es jetzt mit dem Scrambler etwas dirty. Ihr wollt nicht top-speed, aber auch mal auf schlechten Straßen oder losem Untergrund fernab des Transit-Verkehrs die Natur genießen? Ihr braucht also ein Fahrwerk was jedes Schlagloch schluckt, eine bequeme Sitzbank und ein Schlafsack sollt notfalls auch noch mit auf das Motorrad passen – auch für diesen Zweck liegt einiges in der Auslage.

Ducati Scrambler Desert Sled   

Die Ducatis haben es alle schon im Namen, aber ein Modell sticht als echtes Offroad-Talent heraus. Die Ducati Scrambler Desert Sled sieht nicht nur fantastisch aus sondern wir sehen uns selbst gleich in Wüstenrennen wie im Film Fear and Loathing in Las Vegas. Die Eckdaten sind identisch zu den anderen Scrambler Modellen bis auf: Federweg! Sie ist deutlich höher und bringt durch das ordentliche Fahrwerk, größere Räder und Schutzmaßnahmen gegen herumfliegende Steine ein paar Kilo mehr auf die Waage – 20 kg um genau zu sein. Dafür, um es vorweg zu nehmen, ist sie die einzige moderne Scrambler die ihrem Namen tatsächlich alle Ehre macht.

ducati scrambler

Bild: dirtbikemagazine.com

BMW R nineT Urban G/S

Auch BMW hat für Freunde des losen Untergrunds ein Modell anzubieten – ebenso basierend auf der R nineT Baureihe. Man verbindet BMW üblicherweise mit den riesigen GS-Modellen (GeländeSport), die im Sommer zuhauf in den Alpen zu sehen sind. Um hier etwas Klassischeres und weniger Massiges zu bieten hat BMW die Urban G/S auf den Markt gebracht. Ganz im Look der Ur-G/S gehalten bringt sie zu wenig Bodenfreiheit und Federweg mit um ernsthaft im Gelände zu fahren – für die Abkürzung durch den nächsten Wald ist sie aber allemal ausreichend. Die technischen Daten entsprechen ansonsten den übrigen R nineT Modellen.

bmw scrambler

Bild: BMW

Triumph Street Scrambler

In England kennt man schlechtes Wetter und matschige Wege – also hat auch Triumph hat ein Modell für Wiesen und Wälder im Angebot. Die Triumph Street Scrambler verleugnet schon im Namen nicht, dass es sich primär um ein Straßenmotorrad handelt, auch wenn der hochgelegte Auspuff genau dort liegen muss wenn von unten der Dreck spritzt. Mit ihrer klassischen Linie sieht man gleich Steve McQueen in „The Great Escape“ vor sich – der 1963 auch auf einer Triumph über einen Zaun gesprungen ist. Nun ist es an Euch ein heißes Wüstenrennen zu fahren, durch bayrische Wälder abzukürzen oder auf einem englischen Motorrad über einen Zaun zu springen.

scrambler

Bild: Triumph

Bike Styleguide – Der Cafe Racer

Bike Styleguide – Der Cafe Racer

Bisher habe ich Euch gezeigt welche Stilrichtungen die Motorradwelt bietet und warum Ihr im Juni nach Biarritz fahren solltet. Falls Ihr nicht in Biarritz wart – keine Sorge: Der Sommer hat noch genügend Tage für schöne Touren. Egal ob bis an die rauschende Brandung oder ein Wochenende durch die Alpen – wir haben für Euch nachgeschaut wie ihr auf schnellen schönen Motorrädern an Euer Ziel kommt. Der Begriff ‚cafe racer‘ entstand in den Vororten von London, heute fokussieren wir uns auf die Modelle die gern unter dem Begriff „New Heritage“ zusammengefasst werden. Allen gemeinsam ist ein starker Bezug zu ihren Vorfahren aus den 60er bis 70er Jahren. Reduzierte Optik ohne Schnickschnack ist das Credo.

Ihr wollt über die Route de Grands Alpes oder durch die Auvergne auf Landstraßen an euer Ziel? Ihr braucht also Leistung, ordentliche Bremsen und ein gutes Fahrwerk.

Ducati Scrambler Cafe Racer

Beginnen wir mit einer der beiden Topseller. Ducati Scrambler – 1978 wurde die Produktion der Ur-Scrambler eingestellt und 2014 mit völlig neuen Modellen wieder aufgenommen. Von Cafe Racer bis zur eigentlichen Scrambler bieten die Modellvarianten für jeden Geschmack das passende Motorrad. Die Eckdaten sind bei allen identisch: 75 PS auf 186 kg (86 bhp und 206 kg für die Scrambler 1100) sichern zügiges Vorankommen auf allen Straßen. Das Modell Cafe Racer entspricht von allen Varianten nicht nur dem Namen nach am ehesten der Definition eines Cafe Racers. Tiefer Lenker und kurzes Heck sind die Zutaten für eine sportliche Sitzposition und messerscharfes Aussehen – garniert mit dem unvergleichlichen Sound den nur eine Ducati bieten kann.

ducati cafe racer

Bild: Motorrad-bilder.at

BMW RnineT Racer

Ebenso seit 2014 ist die BMW R nineT als Reminiszenz an die legendäre R90S auf dem Markt. Entgegen der technologischen Vorreiterschaft von BMW im Motorradsegment wird dieses Modell möglichst einfach gehalten. Ein konventionelles Fahrwerk kombiniert mit Rohrrahmen und luftgekühltem Boxermotor machen sie zur idealen Umbaubasis – was BMW in vielfältigen Kooperationen bewiesen hat. Mit 110 PS auf 220 kg spielt sie fahrdynamisch in einer anderen Liga als die Ducatis und besonders beim Modell „Racer“ kribbelt es schon in der rechten Hand und man möchte sofort die Lederjacke anziehen, aufsteigen und von Raststätte zu Raststätte zu fliegen. 

bmw cafe racer

Bild: BMW

Triumph Thruxton R

Da der Ursprung der Cafe Racer aus England kommt, darf natürlich auch das vermeintliche Original nicht in der Auflistung fehlen: Die Triumph Thruxton R. Gegen Aufpreis mit ebenso charakteristischer Halbschale erhältlich spielt sie nicht nur optisch ganz vorn in der Cafe Racer Liga mit. Bei 97 PS auf 203 kg hängt es beim Sprint nur noch am Fahrer die BMW’s zu deplatzieren.

triumph cafe racer

Bild: Triumph

Moto Guzzi V7 III Racer

Italienische Motorräder waren schon immer für ihr graziles Äußeres, höchste Fahrleistungen und auch für zickige Mechanik berühmt. Letzteres ist in 2018 kein Thema mehr, aber zum Thema Cafe Racer hat auch Moto Guzzi einen wirklichen Klassiker neu aufgepeppt. Die V7 III Racer steht in direkter Tradition mit allen V7 Modellen seit 1967 und sieht mit ihrem blanken Aluminium hervorragend aus. Mit 52 PS auf 209 kg ist sie sicher nicht als erste der vier vorgestellten Motorräder beim Cappuccino auf der Passhöhe, macht aber an jeder Eisdiele eine genau so gute Figur.

moto guzzi cafe racer

Bild: Moto Guzzi

Wheels and Waves – Savoir Vivre und bleifreies Benzin

Der Frühling ist da, das letzte Salz von den Straßen, die ersten Alpenpässe wieder befahrbar und die Sonne wärmt schon ein wenig. Spätestens jetzt beginnt die Zeit in der wir beginnen uns über kommende Roadtrips Gedanken zu machen. Das Meer ist immer ein gutes Ziel – ebenso wie Berge oder ein Treffen von Gleichgesinnten. Also heißt es sich entscheiden zu müssen zwischen gewundenen Küsten- oder Bergstraßen, verträumten Buchten oder Gipfelkreuzen und einem kalten Bier allein neben dem knackenden Auspuff oder motorisierter Action bis in die Nacht hinein. Klingt nach Deinem Geschmack? Wir zeigen Euch heute das wheels and waves. 

Bilder & Rechte wheelsandwaves.com

Alles zusammen gibt es in einer der schöneren Städte Europas: Biarritz!

Biarritz, die baskische Metropole, gelegen zwischen der rauen Bucht von Biskaya und den letzten Ausläufern der Pyrenäen vor dem Atlantik im südwestlichsten Zipfel Frankreichs ist eher bekannt als die Wiege der europäischen Surfkultur, frisches aus dem Meer und savoir vivre zwischen Bauten aus Neo-Gotik, Neo-Klassizismus und Jugendstil als für seine Motorradkultur. Das änderte sich 2012.

Wer im Juni noch einen freien Terminkalender hat dem sei das Wheels and Waves Festival in Biarritz ans Herz gelegt. Die Veranstaltung hat sich nicht ohne Grund innerhalb von mittlerweile sechs Jahren zum wohl größten Spektakel individueller Motorräder und Fahrer in Europa entwickelt. Es bietet eine einzigartig pulsierende Mischung aus Benzin, Rennen, Handwerk, Kunst, Musik, Skating und Surfing. Gestartet hat es als Treffen des Motorradclubs Southsiders MC mit ihren Freunden und deren wahlweise sehr alten oder sehr individuellen Motorrädern im kleinen Rahmen im Garten des Château de Brindos in Biarritz. Alles Männer aufgewachsen mit Stromgitarren und Skateboard, dem Meer vor der Haustür, Liebe zu altem Eisen und in kreativen Berufen tätig. Damit stand die Mischung des Wheels and Waves fest. Bis heute ist es die wohl einzige benzingetränkte Veranstaltung auf der wir Freibier und Sushi neben handgemachten Surfboards erlebt haben.

Das hat sich seit 2012 schnell herum gesprochen und so wurde es immer größer und sprengte irgendwann auch den Parkplatz am berühmten Leuchtturm in Biarritz und auch der Platz vor der Cité de l’Ocean ist schnell voll. Seit dem ersten Wheels & Waves geht es nicht nur um Motorräder, sondern um das dazugehörige Lebensgefühl. So umfasst das Rahmenprogramm Sandbahn- und Bergrennen sowie eine Kunstgalerie im nahen Spanien, einen Surf- und Skatecontest und Live-Musik und Filmvorführungen am Abend in der Cité de l’Ocean. Deswegen findet das Wheels & Waves mittlerweile auch an 4 Tagen statt.

wheels & waves

Wheels & Waves – Bike trifft Surfboard

Die Austeller präsentieren von handgemachten Surfboards, Helmen und Kleidung bis zu Auspuffanlagen alles passend zu dieser Veranstaltung und dem Lebensstil auf zwei Rädern. Auch die bekannten Hersteller wie BMW, Triumph und Harley Davidson fehlen nicht und präsentieren ihre Interpretationen zur individuellen Fortbewegung auf zwei Rädern.
Wer jetzt zum ersten Mal auf die Karte schaut wo denn dieses Biarritz liegt, der sieht: Meer, Berge und kurvige Küstenstraßen in unmittelbarer Nähe! Und genau das ist der Grund warum das Wheels and Waves auch mit unterschiedlichen Veranstaltungsorten funktioniert. Die Straßen dazwischen sind einfach wunderschön, leer und in dieser einen Woche trifft man an jeder Tankstelle, jedem Parkplatz und Kiosk auf einer Passhöhe Gleichgesinnte auf ihren Motorrädern. Jede Ankunft bei einer der Veranstaltungen ist wie ein neues Treffen für sich.

Und da man eben diese Tage zwischen San Sebastian und Biarritz mit seinen beeindruckenden Altstädten verbringt gibt es reichliche Möglichkeiten auch abseits des Trubels ein gutes Glas Wein, Tapas oder Meeresfrüchte zu genießen. Auch das baskische Hinterland bietet schon kurz nach den Stadtgrenzen von Biarritz kleine malerische Orte und die Pyrenäen die schönen Straßen dazwischen. Nach zwanzig Minuten ist man von der Stadt schon allein im Grünen falls einem der Kopf dröhnt von so viel verbranntem Benzin. Am Abend trifft man sich dann zum Sundowner wieder in Biarritz oder feiert ohne Motorräder bei einer der vielen Partys in der Altstadt weiter. Für jeden den es jetzt an diesen magischen Platz am Meer verraten wir hier unsere Geheimtips.

wheels and waves

Wheels and Waves: 14. – 17.06. an der Cité de l’Ocean in Biarritz

Eine Unterkunft bezieht man möglichst zwischen Innenstadt Biarritz und der Cité de l’Ocean – dann schmeckt abends der Wein im Sonnenuntergang besser und das Motorrad bleibt stehen. Nach Sonnenuntergang einfach Richtung Innenstadt laufen und anhalten wo einem die Musik am besten gefällt.

http://www.wheels-and-waves.com/

Zweirädrig verbindet man die Veranstaltungsorte am besten über folgende Straßen – auch mit vier Rädern äußerst sehenswert.

Bergrennen Punks Peak: von Biarritz die D912 von St. Jean de Luz nach Hendaye und nach der Grenze GI3440 hoch auf den Jaizkibel fahren.

Sandbahnrennen El Rollo: Von Biarritz nach Ascain, dann entweder D4/D404 nach Bera oder D4/D306 über Sare nach Etxalar. Dann die N121-A nach Süden bis Doneztebe, die NA-170 bis Erreka, die A15/A1 nach Norden bis Lasarte-Oria. Zurück entweder Autobahn oder über den Jaizkibel.

Kunstgalerie: Entweder durch das Hinterland nach San Sebastian oder wie oben auch über den Jaizkibel.